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Kooperationsmodell

Modell der Zusammenarbeit der ASCIM

Geschrieben von Wilmar Stahl

Das Beziehungsmodell für dieses interkulturelle Kooperationsprogramm basiert auf dem Modell der partizipativen Partnerschaft. Sie setzt die Gleichheit der Parteien bei der Äußerung ihrer Erwartungen und Angebote zur Zusammenarbeit voraus. Die Kooperationsvereinbarungen werden zwischen den Parteien ausgehandelt. Auf der einen Seite steht die indigene Gemeinschaft, die für die Initiative und den größten Teil der Verwaltung verantwortlich ist. Auf der anderen Seite steht die ASCIM als kooperierende Organisation. Diese hat eine bestimmte Prädisposition sich mit Ressourcen und Dienstleistungen zu beteiligen, immer in Übereinstimmung mit ihren internen Regelungen.

ASCIM möchte ein Dienst sein, der auf interkulturelle Beziehungen ausgerichtet ist, und schlägt daher folgende spezifische Ansätze vor:

SchwerpunkteLandwirtschaftliche AbteilungBildungsabteilungGesundheitsabteilungInterkulturell-Sozial-Geistliche Abteilung
Partnerschaftliche ZusammenarbeitZusammenarbeit auf VertragsbasisErstellung von gemeinschaftlichen HaushaltsplänenBegleitung der Produzenten durch Technikern und WirtschaftsberaterErstellung von Abkommen für die schulische ZusammenarbeitGemeinschaftliche Verantwortung für den Unterhalt der SchulenGemeinsame Erarbeitung von interkulturellen SchulinhaltenKoordination der Arbeit mit Gesundheitsförderern und KrankenpflegepersonalAbsprache mit den GesundheitskomiteesErstellung von Abkommen für sanitäre DiensteZusammenarbeit mit praktischen HebammenBeteiligung der Mütter in den KleinkindschulenJährliche Seminare mit Leitern
Interkulturelle BegegnungSitzungen für Planung und AustauschGemeinsame Suche nach Lösungen ind Krisen- und KonfliktsituationenBeachtung von indianischen Kenntnissen über die NaturArbeit in interethnischen TeamsBilinguales und bikulturelles UnterrichtsprogrammInterethnisches Miteinander in den ASCIM-SchulenTeamarbeit mit indianischem GesundheitspersonalMonatliche Zusammenkünfte mit dem Gesundheitspersonal der verschiedenen EthnienSeminare für den interkulturellen DialogInterethnischer Austausch auf den ASCIM-VersammlungenAktive Beteiligung in den Verwaltungskomitees der verschiedenen Volksgruppen
Förderung von LeiterschaftBefähigung in landwirtschaftlicher VerwaltungsarbeitFörderung von Organisation unter den ProduzentenVorbereitung für Führungsrollen durch Programme des AbitursAusbildung von Jugendlichen in verschiedenen BerufenBefähigung von praktischen HebammenGesundheitsseminare für LeiterSeminare mit FrauenleiterinnenSeminare für ethnische Wegfindung in gemeinschaftlicher EntwicklungBegleitung von Gemeinschaftsführern bei Planung und BewertungAustausch im FRICC
Bewahrung der UmweltBildung von Bewusstsein in der rationellen Handhabung der UmweltFörderung des Umweltbewusstseins in den SchulenBeachtung der kultureigenen Naturkenntnisse der IndianerSchulung im Gebrauch von Latrinen und angemessenem Umgang mit AbfällenVerantwortlicher Gebrauch von TrinkwasserDurch Statute und Gesetzesunterricht gemeinschaftliche Ressourcen gegen massenhafter Ausbeutung schützen
Bewahrung der kulturellen WerteErhaltung des Wissens über die Nutzbarmachung von Pflanzen und WildtierenPflege der MuttersprachenBikulturelles BildungsprogrammFörderung der Stammesgeschichte und der eigenen NaturwissenschaftBeteiligung der Eltern und Leiter am BildungsprozessGesundheitsunterricht durch Vorträge und Anschauungsmaterial in indianischen SprachenEntbindungen in den Heimen durch indianische HebammenVersammlungen für Dialog und AustauschSeminare zur eigenen Zukunftsplanung
Arbeit auf lokaler und nationaler EbeneKoordination mit lokalen und nationalen ProgrammenGebrauch von angepasster TechnologieEinfügung des Bildungsprogramms in den nationalen gesetzlichen RahmenBeteiligung an nationalen Aktionen, Seminaren und AustauschrundenLeiterschaftsseminareKoordinierung der Arbeit mit nationalen GesundheitsregionenGesundheitsprogramme in den verschiedenen Muttersprachen über RadiosenderInformationsaustausch mit nationalen Nicht-RegierungsorganisationenZusammenarbeit mit INDI, Departementsverwaltungen und MunizipienBerichterstattung und Veröffentlichungen in den Medien und durch Bücher
Gegenseitige VerpflichtungDas Ziel sind sich selbst versorgende GemeinschaftenZusammenarbeit auf Basis von transparenter VerwaltungGemeinschaften verpflichten Beiträge für den Unterhalt von Schulen und für Stipendien ihrer SchülerKrankenversicherung auf Gegenseitigkeit (AMH)Beiträge der Gemeinschaften für die primäre GesundheitsbetreuungBeiträge der Gemeinschaften für die Gehälter ihres GesundheitspersonalsÜbernahme von Verantwortung von Seiten der freiwilligen GesundheitshelferMütter beteiligen sich an dem Unterricht in den KleinkindschulenFRICC trägt selbst den größten Teil seines HaushaltesGegenseitige Verpflichtung, Konflikte durch Dialog zu lösen

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